Politik : Schwer beschädigt

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Das transatlantische Verhältnis ist nach Einschätzung des Internationalen Instituts für Strategische Studien (IISS) in London durch den IrakKonflikt „schwer beschädigt“ worden. Europäische Klagen über den Unilateralismus der USA und amerikanische Bedenken gegen eine „multipolare Welt“ hätten dazu beigetragen, stellte das Institut in seinem Jahresbericht fest. Nach Einschätzung des IISS dürfte die Beilegung der Irak-Krise auch im kommenden Jahr oberste Priorität der US-Regierung bleiben. Dadurch würden „Energien“ für Konfliktlösungen in anderen Teilen der Welt gelähmt. Das IISS sieht eine „neue Front im Anti-Terrorkampf“, weil für das internationale Terrornetzwerk Al Qaida offenbar kein „territorialer Stützpunkt“ auszumachen sei. Die Herausforderung an die Geheimdienste bleibe groß. Al Qaida habe womöglich „nicht mehr die Kapazität“ für einen Angriff vom Ausmaß des 11. September 2001. Allerdings könne die Vorbereitungsphase für die „komplexen Operationen“ Al Qaidas durchaus die seitdem vergangenen 25 Monate überschreiten. dpa

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