Politik : Schwerer Unfall in Afghanistan: Vermutlich zwei deutsche Soldaten tot

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Berlin/Kundus Bei einem Unfall in der Nähe von Kundus in Afghanistan sind nach Meldungen der Nachrichtenagentur dpa zwei deutsche Soldaten getötet worden. Der Gouverneur der afghanischen Provinz, Muhammad Omar, habe am Samstag entsprechende dpa-Informationen bestätigt. Bei der Explosion von Munition seien zudem sechs afghanische Helfer getötet worden. Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam bestätigte den Unfall, der sich beim Verladen von abgelieferten Waffen ereignet habe. Dabei seien zwei deutsche Soldaten und mehrere Afghanen verletzt worden, sagte der Sprecher, zwei deutsche Soldaten gelten noch als vermisst.

Zu den Aufgaben der im nordafghanischen Kundus stationierten Bundeswehrsoldaten gehört das Einsammeln und Vernichten von Waffen und Munition. Im Rahmen der internationalen Afghanistan-Friedenstruppe (Isaf) hat die Bundeswehr gut 2000 Soldaten in dem Land stationiert. Im Januar waren bei einer Sprengung von Bomben zwei Bundeswehrsoldaten ebenfalls in Kundus verletzt worden. Im März 2002 starben bei einem Sprengunfall in der Hauptstadt Kabul drei dänische und zwei deutsche Soldaten. Der Unfall bei der Sprengung einer Rakete ging nach Erkenntnissen einer Untersuchungskommission auf Fahrlässigkeit zurück. dpa/cir

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