Schweriner Koalition : Ringstorff legt sich nicht fest

Ministerpräsident Harald Ringstorff will nach dem unsicheren Ausgang der Wahl noch keine Angaben zu einer künftigen Koalition machen.

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) hat sich auch nach Bekanntgabe der ersten Hochrechnungen nicht auf eine Koalitionsaussage festlegen wollen. Er wolle zunächst das endgültige Ergebnis abwarten und dann Gespräche führen, sagte Ringstorff nach Bekanntgabe der ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF, die ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und CDU zeigten. Die SPD lag demnach bei 29,3 beziehungsweise 29,7 Prozent, die Christdemokraten bei 28,8 bis 29,9 Prozent. Die schweren Verluste für die SPD von mehr als zehn Prozent begründete Ringstorff unter anderem damit, dass es 2001 für seine Partei mehr Rückenwind aus Berlin gegeben habe.

Zum Einzug der NPD in den Schweriner Landtag sagte Ringstorff: "Wir konnten den Einzug der Neonazis leider nicht verhindern." Es gehe nun darum, sich "mit den brauen Brüdern auf demokratische Weise auseinanderzusetzen" und den Bürgern klarzumachen, dass die NPD keine Zukunft biete. Dies sei die wichtigste Aufgabe der nächsten Legislaturperiode.

Linkspartei-Spitzenkandidat Wolfgang Methling sagte, er hoffe auf eine Fortsetzung der rot-roten Koalition. Es gebe Übereinstimmung in vielen Gebieten, etwa bei der Bildung, der Wirtschafts- und Arbeitsförderung sowie der Umweltpolitik. (tso/AFP)

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