Politik : Schwieriger Gast

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Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva wurde auf dem Weltsozialforum noch begeistert gefeiert – der Besuch des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez war jedoch auch bei den Globalisierungsgegnern nicht unumstritten. Chávez, der von den Organisatoren des Weltsozialforums nicht eingeladen worden war, sprach am Sonntagabend. Er kündigte an, er werde bald eine Steuer auf alle finanziellen Transaktionen in seinem Land erheben. Chavez sagte außerdem, er werde sich der Opposition in Venezuela nicht beugen und nicht zurücktreten. Einer der Gründer des Sozialforums, Oded Grajew, sagte, Chavez sei willkommen, dürfe die Veranstaltung aber nicht für seine Zwecke ausnutzen. Der Friedensnobelpreisträger aus Argentinien, Perez Esquivel, verteidigte den Auftritt von Chávez jedoch. „Ich finde das gut, obwohl eigentlich keine Politiker eingeladen werden. Aber in einem Augenblick, in dem die Demokratie in Venezuela in Gefahr ist, sollte das Forum ihn unterstützen“, sagte Esquivel. dpa

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