Politik : Seehofer weist Putschgerüchte zurück

München - In der CSU sorgen Gerüchte über angebliche Pläne für einen Sturz des Parteivorsitzenden Erwin Huber für Wirbel. Der frühere CSU-Chef Edmund Stoiber und Hubers Stellvertreter Horst Seehofer wiesen am Donnerstag entsprechende Spekulationen zurück. Auch Bayerns Europaminister Markus Söder versicherte, er stehe „voll“ hinter Huber und Ministerpräsident Günther Beckstein.

Die „Bild“-Zeitung hatte geschrieben, unter den CSU-Bezirksvorsitzenden werde über ein „Verschwörungs-Trio“ spekuliert. Dieses solle aus Seehofer, Stoiber und Söder bestehen. Das Blatt zitierte ein Mitglied des CSU-Präsidiums mit dem Satz: „Entscheidend ist, ob Huber in den Umfragen weiter abstürzt.“ Dann sei es denkbar, dass Seehofer noch vor der Landtagswahl im Herbst nach dem Parteivorsitz greife. Seehofer nannte den Bericht „bösartigen Schmarrn“. Der Bundesagrarminister sagte der „Passauer Neuen Presse“ mit Blick auf seine Niederlage im Machtkampf um den CSU-Vorsitz: „Die Personalfragen sind letztes Jahr entschieden worden. Das ist unsere Grundlage, auf der wir arbeiten.“ Er unterstütze Huber und Beckstein „vorbehaltlos“.

Ein Stoiber-Sprecher sagte, der ehemalige Ministerpräsident rate seiner Partei als Ehrenvorsitzender „zu etwas weniger Aufgeregtheit“. Stoiber werde am Wochenende bei der Vorstandsklausur in Kreuth „aus seiner Erfahrung“ einen Beitrag leisten, wie die CSU auch künftig ihre Erfolge fortsetzen könne. Söder sagte zu den angeblichen Putsch-Plänen: „Derartige Gerüchte einiger Heckenschützen sind unfaire Methoden, um die CSU zu schwächen.“ Jeder in der Partei müsse sich seiner Verantwortung bewusst sein. Der frühere CSU-Generalsekretär mahnte: „Nur mit Geschlossenheit können wir gewinnen.“ ddp

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