Politik : Seehofer will CSU-Chef bleiben

München - Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat bekräftigt, dass er im kommenden Herbst wieder für den CSU-Vorsitz kandieren will. „Wer etwas anderes möchte, soll kandidieren. Das ist ein relativ einfacher Vorgang“, sagte Seehofer der „Welt am Sonntag“ mit Blick auf möglichen Widerstand in seiner Partei gegen seine Kandidatur. „Die Ergebnisse meiner Politik stimmen. Darauf kommt es letztlich an. Wenn alles so bleibt, werde ich wieder kandidieren“, sagte er. „Im Moment fühle ich mich gesundheitlich so, dass ich es mir zutraue.“

Zu Spekulationen, dass Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ihn ablösen könnte, sagte Seehofer: „An solchen Unterhaltungsspielen nehme ich nicht teil.“ Das sei sein Vorsatz für 2011. Im Herbst nächsten Jahres wird die Parteispitze neu gewählt. Bereits vor dem CSU-Parteitag im vergangenen Oktober hatte Seehofer gesagt: „So lange mir der Herrgott Gesundheit gibt, mache ich weiter.“

Gegenüber dem Koalitionspartner FDP schlug Seehofer zum Jahresende versöhnliche Töne an. Er sagte der Nachrichtenagentur dapd zur Zusammenarbeit mit den Liberalen, sowohl in der Münchner als auch in der Berliner schwarz-gelben Koalition sei 2010 „ein gutes Jahr“ gewesen. Er habe zudem „allen Anlass zur Zuversicht, dass 2011 noch besser wird“. Seehofer versicherte zugleich, es bleibe bei dem Ziel spürbarer Steuerentlastungen. Der Spielraum für diesen Schritt werde jedoch dadurch eingeschränkt, dass eine solide Haushalts- und Finanzpolitik „höchste Priorität“ habe. dpa/dapd

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