SEERECHT : Streng geregelte Ansprüche

Die Besitz- und Anspruchsrechte im Meer sind streng geregelt. Mit zunehmender Entfernung von der Küste nimmt der staatliche Einfluss ab. Die 12-Seemeilenzone gehört zum Staatsgebiet. Die Anschlusszone erstreckt sich bis auf 24 Seemeilen. Bis hierhin gelten hoheitliche Rechte wie Zoll-, Steuer und Einwanderungsbestimmungen. Die Ausschließliche Wirtschaftszone reicht 200 Seemeilen ins Meer. Die Staaten haben hier das alleinige Nutzungsrecht für alles, was im Meer und am Boden zu finden ist. Unter bestimmten Bedingungen können bei den UN Hoheitsrechte von den Küstenstaaten beantragt werden, die sich auf Gebiete jenseits der ausschließlichen Wirtschaftszone beziehen. Darüber befindet die Internationale Meeresboden-Behörde in Kingston beziehungsweise die UN-Kommission über die Grenzen der Festlandsockel in New York. Gibt es danach noch Streitigkeiten zwischen Staaten, kann der Internationale Seegerichtshof in Hamburg angerufen werden. mis/dpa

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