Politik : Seligsprechung Johannes Paul II. rückt näher

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Rom - Genau zwei Jahre nach dem Tod Papst Johannes Paul II. ist am Montag in Rom die erste Phase seines Seligsprechungsverfahrens zu Ende gegangen. In einer feierlichen Zeremonie in der Lateran-Basilika übergaben Vertreter der Diözese Rom Würdenträgern des Vatikans mehrere rot versiegelte Metallkisten, die Tausende Seiten mit Dokumenten über das Wirken Johannes Pauls II. enthielten. Der Vatikan wird die Unterlagen jetzt prüfen. Vor allem polnische Gläubige drängen energisch darauf, ihren Landsmann unverzüglich heiligsprechen zu lassen. Dem muss normalerweise aber die Seligsprechung vorausgehen.

An der Zeremonie nahmen auch der polnische Präsident Lech Kaczynski und die französische Ordensschwester Marie Simon-Pierre teil, die durch ihr Gebet zum verstorbenen Papst von ihrem Parkinson-Leiden geheilt worden sein will. Die 46-jährige Französin ist für die mögliche Seligsprechung des verstorbenen Papstes von entscheidender Bedeutung, denn seliggesprochen wird nur, wer ein Wunder getan hat. Die katholische Kirche definiert unter anderem eine plötzliche Heilung ohne medizinische Erklärung als Wunder. Für die Heiligsprechung wäre dann ein zweites anerkanntes Wunder nötig. AFP

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