Senegal : Verfassungsgericht weist Kandidatur von Sänger N'Dour zurück

Der bekannte Sänger Youssou N'Dour darf nicht für das Präsidentenamt im Senegal kandidieren. Gegen eine dritte Amtszeit von Präsident Wade hat das Verfassungsgericht hingegen nichts einzuwenden.

Senegals Präsident Abdoulaye Wade will für eine dritte Amtszeit kandidieren. Das ist höchst umstritten.
Senegals Präsident Abdoulaye Wade will für eine dritte Amtszeit kandidieren. Das ist höchst umstritten.Foto: AFP

Senegals Verfassungsgericht hat die Kandidatur des populären Sängers Youssou N'Dour für die Präsidentschaftswahl zurückgewiesen. In einer umstrittenen Entscheidung billigte das Gericht am Freitag zudem die erneute Kandidatur von Präsident Abdoulaye Wade, wie ein AFP-Reporter einer am Gericht ausgehängten Liste entnahm. Der 85-jährige Wade hat bereits zwei Amtszeiten an der Spitze des westafrikanischen Staates hinter sich, ein drittes Mandat ist umstritten.

Wades Gegner argumentieren, der Präsident habe die beiden zulässigen Amtszeiten ausgeschöpft. Diese Begrenzung wurde aber erst im Jahr 2001 eingeführt, weshalb Wades Anhänger eine erneute Kandidatur für zulässig halten. Der international bekannte Sänger N'Dour hatte erst am Mittwoch seine Kandidatur bekannt gegeben.

Nach der Entscheidung gab es in der Hauptstadt Dakar gewaltsame Zusammenstöße zwischen der Polizei und überwiegend jugendlichen Oppositionsanhängern, die Steine auf die Beamten warfen. (AFP)

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

2 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben