• Serben blockieren wichtige Autobahn im Kosovo - Innenminister fordern Sonderkonferenz zur Flüchtlingsausweisung

Politik : Serben blockieren wichtige Autobahn im Kosovo - Innenminister fordern Sonderkonferenz zur Flüchtlingsausweisung

Mit der Blockade einer wichtigen Ost-West-Autobahn im Kosovo hat die serbische Minderheit im Kosovo ihre Protestaktionen fortgesetzt. Soldaten der internationalen Friedenstruppe (KFOR) wiesen Autofahrer schon vier Kilometer vor der von 100 Serben errichteten Straßensperre zur Umkehr an, um direkte Zusammenstöße zu verhindern. Mit ihrer Aktion protestierten die Serben gegen den nach ihrer Ansicht mangelnden Schutz vor Gewaltakten militanter Kosovo-Albaner durch die KFOR. Diese verstärkte am Mittwochabend ihre Truppen in Kosovo Polje, wo am Vortag bei einem Anschlag auf einen Markt drei Serben getötet und 47 Personen verletzt wurden.

Nach Angaben der KFOR besuchten der Oberbefehlshaber der Blauhelme im Kosovo, der amerikanische Generalleutnant Michael Jackson, und der UN-Missionschef Bernard Kouchner Kosovo Polje, um sich einen Überblick über die Sicherheitslage nach dem Granatenanschlag zu verschaffen. Beide verurteilten das Attentat und betonten, die KFOR sei zum Schutz aller Bewohner, also auch der Serben, in der Provinz stationiert.

Eine Sonderkonferenz der Innenminister über die Rückführung von Kosovo-Flüchtlingen haben unterdessen die Innenminister von Baden-Württemberg und Bayern, Thomas Schäuble (CDU) und Günther Beckstein (CSU), gefordert. An erster Stelle müsse ein abgestuftes Konzept die zwangsweise Rückführung von Straftätern vorsehen, heißt es in einer Erklärung des Innenministeriums in Stuttgart. Rückgeführt werden müssten auch die nach dem 11. Juni 1999 illegalen eingereisten Flüchlinge.

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