Politik : Serie von Pannen

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Das Londoner Stadtparlament hat

in einer Untersuchung der Terroranschläge vom 7. Juli 2005 schwere

Kritik an den zuständigen Notdiensten geübt und dringende Reformen

angemahnt. Unter anderem habe die Funkkommunikation zwischen den

verschiedenen Notdiensten nicht

funktioniert, hieß es. Die Notdienste hätten sich teilweise „zu sehr auf das Mobilfunksystem“ verlassen – das durch einen Einsatzfehler zeitweise

abgeschaltet worden war. „Unakzeptabel“ sei, dass Polizei und

Ambulanzen ihre Sprechfunkgeräte

in Londoner U-Bahnsystem immer

noch nicht einsetzen könnten, hieß

es. Und „völlig unentschuldbar“ sei, dass es zum Zeitpunkt des Anschlags keine Notfallpläne zur Betreuung von Hunderten von unverletzten, aber durch den Anschlag traumatisierten Menschen gegeben habe, so der

Parlamentsbericht. Bis zu 6000

Menschen seien durch die Anschläge psychologisch in Mitleidenschaft

gezogen worden, aber durch das Netz der Hilfsdienste gefallen. Die Mehrheit von ihnen habe immer noch keine Hilfe. Die Londoner U-Bahnbehörde „London Transport“ bestätigte am Pfingstmontag, dass bis zum Ende

des nächsten Jahres fast zwei Milliarden Pfund in ein digitales Kommunikationssystem investiert werden, das auch in den Londoner U-Bahnschächten funktioniert. mth

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