Sicherheit : "Die Bedrohung ist nicht zu Ende"

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble gibt trotz der Festnahme des zweiten mutmaßlichen Kofferbombenlegers keine Entwarnung für die Sicherheit in Deutschland.

Berlin - "Die Bedrohung für unser Land ist damit nicht zu Ende", sagte Schäuble am Donnerstag in Berlin. Die generelle Bedrohung sei konkreter geworden. Es sei daher nötig, die Möglichkeiten der Gefahrenabwehr zu verbessern.

Als eine der präventiven Maßnahmen bezeichnete der Minister eine bessere Kontrolle des Internet, in dem potenzielle Täter immer stärker miteinander vernetzt seien. Ebenso sei es an der Zeit, die Beratungen zur Antiterror-Datei zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Eine verstärkte Nutzung von Videokameras sei ebenfalls "ein Beitrag" zur Vorbeugung.

Schäuble zeigte sich erleichtert über die Festnahme der beiden Terrorverdächtigen. Er betonte, dass die internationale Zusammenarbeit der Nachrichtendienste "wesentlich zu diesen schnellen Fahndungserfolgen beigetragen" habe.

Der mit internationalem Haftbefehl gesuchte Dschihad Hamad hatte sich nach Angaben der Bundesanwaltschaft am Donnerstagmorgen in der libanesischen Küstenstadt Tripoli der Polizei gestellt. Bereits am Samstag war Youssef Mohamad El Hajdib in Kiel festgenommen worden. Die beiden sollen die zwei Bomben gebaut haben, die am 31. Juli in Regionalzügen in Nordrhein-Westfalen explodieren sollten. (tso/ddp)

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