Sicherheitspolitik : "Kampf ums Überleben für Pakistan"

Angesichts der zunehmenden Bedrohung durch die radikalislamischen Taliban hat der pakistanische Präsident Asif Ali Zardari "einem Kampf ums Überleben" gesprochen.

Islamabad - In einer Fernsehansprache sagte Asif Ali Zardari am Samstagmorgen weiter, seine Regierung sei entschlossen, den Kampf gegen die Aufständischen zu Ende zu führen. Sie müsse diesen Kampf „um jeden Preis gewinnen“. Der US-Geheimdienst CIA glaubt nach wie vor, dass sich der Al-Qaida-Terroristenführer Osama bin Laden in Pakistan versteckt hält.

Die Aussicht, den Al-Qaida-Chef auszuschalten, könnte sich im Zuge der pakistanischen Offensive gegen die Taliban-Rebellen im Land verbessern, zitierten US-Medien am Freitag (Ortszeit) CIA-Direktor Leon Panetta weiter. „Eine unserer Hoffnungen ist, dass wir durch den Einsatz des pakistanischen Militärs zusammen mit unseren Operationen eine bessere Chance haben, ihn zu fassen.“    Das Aufspüren bin Ladens sei weiterhin eine der höchsten Prioritäten der CIA, betonte Panetta. Al Qaida bleibe die „ernsteste Bedrohung“ für die Sicherheit Amerikas. „Ihre Führer, besonders jene, die sich in Pakistan befinden, schmieden weiter Komplotte gegen uns.“ Die Rede Zardaris kam wenige Stunden nach einem Selbstmordanschlag auf eine religiöse Schule in der ostpakistanischen Metropole Lahore und einem zeitgleichen Angriff auf eine Moschee in der Nordwest-Grenzprovinz, wo auch das umkämpfte Swat-Tal liegt. Dabei starben insgesamt mindestens 14 Menschen. Unter den Opfern in Lahore war auch ein als scharfer Kritiker der Taliban bekannter Geistlicher. Er war einer der wenigen Kleriker, die die andauernde Militäroffensive gegen die Aufständischen im Swat-Tal und Umgebung unterstützen.

Zardari lobte den Einsatz der pakistanischen Sicherheitskräfte und kündigte hohe Zulagen für die Streitkräfte an. Laut Armee sind bislang mehr als 1400 Militante und mehr als 120 Soldaten bei der Operation getötet worden. Die Regierung hatte die Operation Ende April begonnen, nachdem die Taliban sich nicht an ein Friedensabkommen gehalten und dies stattdessen dazu benutzt hatten, noch weitere Gebiete unter ihre Kontrolle zu bringen. Zuletzt standen sie damals rund 100 Kilometer vor der Hauptstadt Islamabad. dpa

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