Simbabwe : 100.000 Prozent Inflation

Schlechte Nachricht zum 84. Geburtstag von Simbabwes autokratischem Präsidenten Robert Mugabe: Die Inflation in dem afrikanischen Land steigt auf ein unglaubliches Rekordniveau. Im Januar wurden Zehn-Millionen-Dollar-Scheine eingeführt.

Mugabe
Robert Mugabe hat einen traurigen Rekord aufgestellt. -Foto: AFP

Harare/JohannesburgDie Inflationsrate in Simbabwe ist nach Angaben des Statistikamts von 66.213 Prozent im Dezember 2007 auf nun 100.580 Prozent geklettert. Zur Zeit gibt es nirgendwo eine höhere Inflation. Unter den Ländern, die weltweit seit 1960 chronische Hyperinflationen erlebt haben, rangiert Simbabwe nun auf Platz fünf.

Mugabe, der seit der Unabhängigkeit des Landes 1980 regiert und bei den Wahlen Ende März für ein weiteres Mandat kandidiert, wird von seinen Kritikern für den wirtschaftlichen Niedergang verantwortlich gemacht. In den vergangenen sieben Jahren ist Simbabwes Brutto-Inlandsprodukt um 40 Prozent und die Landeswährung auf 0,000005 Prozent ihres damaligen Wertes gesunken.

Simbabwes Wirtschaft befindet sich seit acht Jahren im freien Fall. Die Arbeitslosigkeit des Landes, das früher als Kornkammer Afrikas galt, liegt bei fast 80 Prozent.Wegen der Hyperinflation versuchte die Regierung im Juni, feste Preise einzuführen. Im Januar wurden schließlich Scheine eingeführt, die zehn Millionen Simbabwe-Dollar wert sind. Die Einwohner kaufen mittlerweile mit Plastiktüten voller Geld ein. (smz/dpa/AFP)

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