Simbabwe : Regierung dementiert Flucht Mugabes

Hat Simbabwe dem seit 28 Jahren regierenden Robert Mugabe die rote Karte gezeigt? Drei Tage nach den Wahlen bleibt der Ausgang ungewiss - geflohen sei der Präsident jedenfalls nicht, behaupten Regierungssprecher.

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Robert Mugabe. Ist seine Regierungszeit in Simbabwe jetzt am Ende? -Foto: dpa

Johannesburg/HarareDrei Tage nach den Wahlen im afrikanischen Krisenstaat Simbabwe hat ein Regierungssprecher Gerüchte über eine Flucht von Präsident Robert Mugabe ins Ausland dementiert. "Der Präsident hat weiterhin die Kontrolle", betonte der Sprecher im südafrikanischen Rundfunk. Er reagierte damit auf Informationen, der seit der Wahl am vergangenen Samstag nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehene Mugabe befinde sich auf dem Flug nach Malaysia.

In Simbabwe ist die Lage auch drei Tage nach den Präsidenten-, Parlaments- und Kommunalwahlen angespannt, weil die Ergebnisse nur schleppend bekannt gegeben werden. Während sich die Opposition aufgrund einer Parallel-Auszählung der Ergebnisse bereits zum Wahlsieger erklärt hat, zeigen die bisherigen Resultate der Wahlkommission einen hauchdünnen Vorsprung der Zanu-PF-Partei des erneut kandidierenden Mugabe. Das zähe Auszählen hatte international Kritik ausgelöst und Sorgen über einen geplanten massiven Wahlbetrug ausgelöst. (ho/dpa)

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