Politik : Sinn Fein droht Schwestern des ermordeten IRA-Opfers

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Belfast/London In Nordirland verschärft sich der Kampf von sechs Frauen gegen die Terrororganisation IRA. Die Verlobte und die fünf Schwestern des von der IRA ermordeten Belfasters Robert McCartney kündigten an, sie würden in die Politik gehen, wenn die Täter nicht bald festgenommen würden. Sie würden dann bei der für Mai erwarteten britischen Parlamentswahl gegen Sinn Fein antreten. Der Sinn-Fein-Chefunterhändler Martin McGuinness, der selbst im Führungsrat der IRA sitzen soll, warnte die Frauen daraufhin: „Die McCartneys müssen sehr vorsichtig sein.“ Von anderen Parteien wurde dies als kaum verhüllte Drohung gewertet. Robert McCartney war am 30. Januar von IRA-Mitgliedern umgebracht worden. Die 70 Zeugen der Tat wagen es nicht, gegen die Täter auszusagen. Die Familie McCartneys kämpft seit Wochen dafür, dass die Mörder vor Gericht gestellt werden. dpa

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