• Slowenien: Fischer lobt die ehemalige jugoslawische Teilrepublik als Stabilitätsfaktor in Südosteuropa

Politik : Slowenien: Fischer lobt die ehemalige jugoslawische Teilrepublik als Stabilitätsfaktor in Südosteuropa

Bundesaußenminister Joschka Fischer hat Slowenien bei einem Besuch als Stabilitätsfaktor im Südosten Europas bezeichnet. Nach Gesprächen mit seinem slowenischen Amtskollegen Dimitrij Rupel, Staatspräsident Milan Kucan und Ministerpräsident Janez Drnovsek sagte Fischer am Donnerstag in Ljubljana, Slowenien könne Stabilität exportieren. Er erörterte die Lage in der Region und die Rolle des Stabilitätspaktes für Südosteuropa, in dem die ehemalige jugoslawische Teilrepublik Slowenien ein Geberland ist.

Fischers Gastgeber erhoffen sich vom Besuch des deutschen Außenministers vor allem die Zusage Berlins für Bestrebungen Sloweniens zu einer baldigen Mitgliedschaft in der Europäischen Union und dem NATO-Verteidigungsbündnis. Slowenien gehört zu den aussichtsreichsten Erweiterungskandidaten der ersten Gruppe.

Fischer sagte Slowenien die Hilfe Deutschlands zu, wollte sich jedoch über den Zeitpunkt der Erweiterung nicht äußern. "Wir (in Deutschland) sehen gute Chancen, dass Slowenien zu den ersten EU- Neumitgliedern gehören wird", sagte Fischer. Er riet Slowenien zu einer engeren Zusammenarbeit mit den Visegrad-Staaten Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn.

Obwohl Außenminister Rupel die Beziehungen zwischen seinem Land und Deutschland als "entzückend gut" bezeichnete, erklärten die slowenischen Gesprächspartner Fischer ihr Unverständnis über die Ankündigung Berlins, nach der EU-Erweiterung solle eine siebenjährige Übergangsfrist für die Öffnung des Arbeitsmarktes gelten.

Fischer betonte in Ljubljana, diese Übergangsfrist solle für alle EU-Neumitglieder gelten. "Für Slowenien ist diese Forderung Berlins sehr unangenehm, da Slowenien für die EU überhaupt kein Problem darstellt", sagte Rupel. Politische Beobachter erwarteten, dass dieses Thema auch bei dem angekündigten Besuch von Bundeskanzler Gerhard Schröder Ende Juni dieses Jahres in Slowenien erörtert wird. dpa be cn xx hm rhaupt kein Problem darstellt", sagte Rupel. Politische Beobachter erwarteten, dass dieses Thema auch bei dem angekündigten Besuch von Bundeskanzler Gerhard Schröder Ende Juni dieses Jahres in Slowenien erörtert wird.

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben