Politik : So viel kostet Russland die Offensive in Tschetschenien

Russlands Tschetschenien-Feldzug verschlingt Unmengen an Geld: Der aktuelle Haushaltentwurf sieht trotz Schuldenberg eine Erhöhung des Wehretats vor. Wie teuer die Kaukasus-Offensive wirklich ist, versuchte die seriöse russische Tageszeitung "Iswestija" herauszufinden. Ihre Recherchen stützen sich unter anderem auf Angaben russischer Rüstungsbetriebe zu den Kosten von Kriegsgerät und Munition.

Momentan sind rund 50 000 Soldaten im Kaukasus stationiert. Die Mannschaftsdienstgrade erhalten rund 540 Mark Monatssold, den Offizieren wurde die für russische Verhältnisse astronomische Summe von 1000 Dollar versprochen. Vorausgesetzt, der Sold wird ausbezahlt, entsteht pro Monat ein Posten von 32 Millionen Mark. Dazu kommen noch weitere 13 Millionen Mark monatlich für die Verpflegung und technische Versorgung der Truppen.

Über die genaue Zahl der abgeworfenen Fliegerbomben des Typs KAB-500 gibt es keine Angaben, aber jede von ihnen kostet kostet 180 000 Mark.

Werden pro Tag fünf der so genannten "Präzisionschläge" mit High-Tech-Raketen ausgeführt, schlägt das mit mehr als einer Million Mark zu Buche.

Der Einsatz der Bomber vom Typ Suchoj-24 und Kampfjets Suchoj-25T in Dagestan verbrauchte nach offiziellen Angaben an einem Tag insgesamt 100 Tonnen Treibstoff, das entspricht Kosten von umgerechnet 107 000 Mark.

Für den Ausbau der von russischen Truppen gezogenen Sicherheitszone um Tschetschenien, die zehn Kilometer breit und 450 bis 650 Kilometer lang werden soll, werden die Kosten bis Ende des Jahres mindestens 380 Millionen Mark betragen.

Für das kommende Jahr müssen im Wehretat für die Operation "Vernichtung der Terroristen" etwa 2,7 Milliarden Mark veranschlagt werden.



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