Somalia : Äthiopische Truppen rücken auf Mogadischu vor

In Somalia ziehen sich die islamistischen Milizen offenbar weiter vor den angreifenden äthiopischen Truppen zurück. Nördlich von Mogadischu konnten Regierungstruppen nach heftigen Gefechten in die Stadt Jowhar zurückkehren.

Mogadischu/Nairobi - Jowhar liegt etwa 90 Kilometer nördlich von Mogadischu. Bewohner von Jowhar gaben an, mehr als 60 Islamisten und mehr als 45 Regierungssoldaten seien getötet worden. Dies berichtete die somalische Nachrichtenagentur Shabelle. Der Kriegsherr Mohamed Dhere, der von den Islamisten aus der Stadt vertrieben worden war, sei mit den Regierungstruppen nach Jowhar zurückgekehrt.

Äthiopien unterstützt die international anerkannte somalische Übergangsregierung in der Stadt Baidoa und hatte den in Mogadischu herrschenden Islamisten am Sonntag den Krieg erklärt. Seitdem hat die äthiopische Luftwaffe zwei wichtige Flughäfen des Landes bombardiert und eine Reihe von Städten besetzt, die vorher von islamischen Milizen kontrolliert wurden.

Unterdessen stellte das Welternährungsprogramm (WFP) seine Hilfsflüge für Flutopfer im Süden Somalias ein. Die 25 ausländischen Mitarbeiter der UN-Organisation wurden aus dem Überschwemmungsgebiet abgezogen. Die Entscheidung sei auf Bitten der somalischen Behörden wegen der erwarteten Instabilität getroffen worden, sagte WFP- Sprecher Peter Smerdon in Nairobi. Heftige Regenfälle haben seit Oktober in Südsomalia zu Überschwemmungen geführt. Mehrere hundert Menschen starben, rund eine halbe Million Somalier wurden von den Fluten vertrieben. (tso/dpa)

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