Somalia : Al-Qaida-Vize wirft UN Einmischung vor

Der zweite Mann an der Spitze des Terrornetzes Al Qaida, Eiman al-Sawahiri, hat den Vereinten Nationen vorgeworfen, sich in den Somalia-Konflikt einzumischen. Das Land sei "ein neues Schlachtfeld" in einem Krieg, den die USA gegen den Islam führten.

Kairo - Die UN habe sich in dem Konflikt hinter Äthiopien gestellt und sich geweigert, äthiopische Soldaten zum Rückzug aus Somalia aufzufordern, sagte eine Sawahiri zugeschriebene Stimme in der Internet-Botschaft. Auf dem Band wurden Muslime in aller Welt aufgerufen, ihren islamischen Glaubensbrüdern in Somalia zu helfen. Die Echtheit der Aufzeichnung konnte zunächst nicht festgestellt werden.

Die somalische Übergangsregierung hatte erst in der vergangenen Woche mit Hilfe äthiopischer Truppen die Kontrolle über die Hauptstadt Mogadischu übernommen, in der seit Juni die Union der Islamischen Gerichte an der Macht war. Die USA hatten mehrfach die Sorge geäußert, dass die Islamisten Somalia zu einem Zufluchtsort für Terroristen machen könnten. (tso/dpa)

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