Somalia : EU nimmt Kampf gegen Piraten auf

Die von der EU geführte Anti-Piraterie-Mission Atalanta am Horn von Afrika soll nach Informationen des Tagesspiegels spätestens am 15. Dezember starten.

Sarah Kramer
Fregatte Karlsruhe
Demnächst auf Piratenjagd: Die Fregatte "Karlsruhe". -Foto: dpa

Berlin/ Hamburg - Die deutschen Reeder haben von der Bundesregierung eine zügige Entscheidung für den Einsatz der Marine gegen Piraten vor der somalischen Küste gefordert. Die von der EU geführte Anti-Piraterie-Mission Atalanta am Horn von Afrika soll nach Informationen des Tagesspiegels spätestens am 15. Dezember starten. Das Bundeskabinett in Berlin will am kommenden Mittwoch über die deutsche Beteiligung an dem Einsatz entscheiden. Dem Vernehmen nach soll die Fregatte „Karlsruhe“ gegen Piraten vorgehen, die derzeit bereits unter dem Mandat der von den USA geführten Anti-Terror-Mission „Operation Enduring Freedom“ (OEF) im Seegebiet vor der somalischen Küste patrouilliert.

Kurzfristig soll zudem die OEF-Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ gegen Piraten eingesetzt werden können, sofern dies vonnöten ist. Das scheint am vergangenen Freitag der Fall gewesen zu sein. Nach Angaben des Einsatzführungskommandos in Potsdam habe die Fregatte womöglich einen Piratenangriff auf ein deutsches Kreuzfahrtschiff verhindert, in dem sie sich zwischen zwei verdächtige Schnellboote und die „MS Astor“ gestellt habe. Der Sprecher des Reiseveranstalters sagte der Agentur AP, die 492 Gäste hätten davon nichts mitbekommen.

Offenbar ist mittlerweile auch geklärt, dass von der deutschen Marine in Gewahrsam genommene Piraten in Dschibuti an Beamte der Bundespolizei übergeben werden sollen. Laut Informationen aus Sicherheitskreisen sollen die Polizisten dafür aus Deutschland eingeflogen werden. Sarah Kramer

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