Somalia : Schwere Kämpfe dauern an

In Somalias Hauptstadt Mogadischu dauern die blutigen Kämpfe zwischen Regierungstruppen und radikalislamischen Milizen an. Mehrere Dutzend Menschen wurden bislang bei den Unruhen getötet.

MogadischuBei den schwersten Kämpfen zwischen Regierung und Islamisten seit Jahresbeginn, starben nach Angaben des Rundfunksenders Radio Garowe mindestens 50 Menschen, unter ihnen mindestens 24 Zivilisten. Mindestens 15 Menschen starben, als eine Granate in einer Moschee einschlug und explodierte.

Die Parteien liefern sich seit dem Wochenende stundenlange Gefechte mit Maschinengewehren und Mörsergranaten. Der Regierungsrat, der am Sonntag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammengetreten war, habe den regierungsfeindlichen Kräften den Krieg erklärt, sagte Sicherheitsminister Omar Hashi. Die Übergangsregierung stehe einer Aussöhnung mit den radikalislamischen Gruppen jedoch offen gegenüber, fügte Hashi hinzu. An der Seite der radikalislamistischen Al-Schabab-Miliz kämpften auch Ausländer, sagte Hashi, ohne nähere Angaben.

Die Kämpfer von Hizbul Islam und der Al-Schabab-Miliz sehen in dem im Januar gewählten somalischen Präsidenten Sheik Sharif Ahmed ein Werkzeug des Westens. Obwohl die Übergangsregierung das islamische Recht (Scharia) in Somalia eingeführt hat und den Dialog mit den radikalen Gruppen sucht, setzen die radikalislamischen Gruppen ihren Kampf gegen die Regierung fort. 

Somalia hat seit 1991 keine funktionierende Regierung, es herrscht Bürgerkrieg. Bei dem Konflikt zwischen radikal-islamischen Gruppen und der Regierung sind in den vergangenen zwei Jahren rund 16.000 Menschen getötet worden. (sh/Reuters/dpa)

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