Somalia : Tote bei heftigen Kämpfen in Mogadischu

Islamistische Rebellen und Friedenssoldaten der Afrikanischen Union haben sich in Somalia heftige Gefechte geliefert. Dabei soll es mehrere Tote gegeben haben.

MogadischuAugenzeugen in Somalia berichten von Schusswechseln und Granatenbeschüssen zwischen islamistischen Rebellen und Friedenssoldaten der Afrikanischen Union (AU) in der Hauptstadt Mogadischu. Am Dienstagabend sollen mindestens sieben Zivilisten getötet worden sein. Ein Augenzeuge berichtete, es seien die heftigsten Kämpfe, seitdem die AU-Friedenstruppen vor anderthalb Jahren in Mogadischu stationiert worden seien. AU-Panzer eröffneten im Süden der Hauptstadt das Feuer. Am Vortag waren bei Kämpfen zwischen Aufständischen und somalischen Truppen mindestens 29 Zivilisten getötet worden. Hunderte Bewohner flohen daraufhin aus Mogadischu.
  
In Somalia herrscht seit dem Sturz von Machthaber Siad Barre 1991 Bürgerkrieg. Die AU-Friedenstruppe Amison ist seit März 2007 in der Hauptstadt Mogadischu im Einsatz. Von ursprünglich geplanten 8000 Friedenssoldaten sind erst 3000 im Land, die von Uganda und Burundi gestellt werden, zudem ist die Truppe unterfinanziert. Die Friedenstruppe hat ihre Mission bislang nicht erfüllt: Allein im vergangenen Jahr wurden in Somalia nach Angaben internationaler Hilfs- und Menschenrechtsorganisation rund 6000 Zivilisten bei Kämpfen getötet. Neue Hoffnung auf eine Beendigung des Bürgerkriegs entstand durch den Abschluss eines Friedensabkommens Anfang Juni. (mpr/AFP)

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