Somalia : USA signalisieren Unterstützung für Äthiopien

Die US-Regierung hat nach einem Zeitungsbericht Unterstützung für die Militärintervention Äthiopiens im Nachbarland Somalia signalisiert. Äthiopien solle zum regionalen Bollwerk gegen Terrorgruppen werden.

Washington - Äthiopien reagiere auf eine Aggression und versuche, Waffenlieferungen für die Islamisten in Somalia aus dem Ausland einzudämmen, zitiert die "New York Times" eine Sprecherin des Außenministeriums. Die US-Regierung sei auch über Berichte besorgt, nach denen die Islamisten Kindersoldaten rekrutierten und äthiopische Kriegsgefangene misshandelten.

US-Präsident George W. Bush erörterte nach Angaben seines Sprechers Scott Stanzel mit dem Präsidenten Ugandas Präsident Yoweri Museveni die Spannungen am Horn von Afrika. Eine offizielle Stellungnahme des Weißen Hauses oder des Außenministeriums zur äthiopischen Militäroffensive liegt bislang nicht vor.

Äthiopien ist seit langem ein starker Verbündeter der USA am Horn von Afrika. Mit der Ausbildung von äthiopischen Soldaten will die US- Regierung nach Angaben der "New York Times" Äthiopien zu einem regionalen Bollwerk gegen Terrorgruppen machen. Nach Ansicht einiger Regierungsmitarbeiter sei die Intervention Äthiopiens das einzige Mittel, um eine vollständige Kontrolle Somalias durch die islamistischen Milizen zu verhindern, heißt es weiter. In offiziellen Erklärungen hat die US-Regierung die Bürgerkriegsparteien in Somalia aufgefordert, zu Friedensverhandlungen zurückzukehren.

Rückzugsgebiet für ausländische Kämpfer

Beim Krisenstab im State Department steht der Konfliktherd Somalia seit Monaten im Brennpunkt. "Wir wollen nicht, dass Somalia zu einem sicheren Rückzugsgebiet für ausländische Kämpfer wird", sagte Außenamtssprecher Sean McCormack. Die Forschungsstelle des US-Kongresses befürchtet, dass islamistische Terroristen und Militante Somalia als Ersatz für Afghanistan und den Irak anpeilen könnten.

Nach Berichten von US-Medien wie der "Washington Post" soll die US-Regierung heimlich Milizen und Kriegsherren der so genannten Anti- Terrorismus-Allianz gegen die islamistischen Milizen unterstützt haben. Als Gegenleistung hätten die "Warlords" versprochen, mutmaßliche Terroristen dingfest zu machen und auszuliefern. (tso/dpa)

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