Politik : Sonderweg

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Bei der Ausweitung des BundeswehrEinsatzes in Afghanistan will Verteidigungsminister Peter Struck einen Sonderweg einschlagen: Ein mögliches deutsches Wiederaufbauteam soll nach seinem Willen nicht, wie die bisher bestehenden Teams, unter das Kommando der US-geführten Koalitionstruppen gestellt werden. Das deutsche Team soll stattdessen unter dem Mandat der Internationalen Schutztruppe in Afghanistan (Isaf) operieren. Das könnte neue Verstimmungen in den USA mit sich bringen. Der neue Isaf-Kommandeur, der deutsche Nato-General Götz Gliemeroth, sagt bereits, es müsse gewährleistet sein, „bei unserem wichtigsten Bündnispartner nicht falsche Schlüsse zu provozieren“. Die Bundesregierung dürfe nicht den Anschein erwecken, „als wolle man sich - aus welchen Gründen auch immer - ostentativ abgrenzen“ von den Zielsetzungen des internationalen Anti-Terrorkampfes. Mit der Koppelung des Auftrags der zivil-militärischen Regionalteams an das Isaf-Mandat hofft die Bundesregierung jedoch offenbar, leichter die Zustimmung des Bundestages einholen zu können. dpa

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