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Sondierungsgespräche nach der Wahl : Göring-Eckardt skeptisch bei Schwarz-Grün

Klimaschutz, Energiewende, Integrations- und Flüchtlingspolitik: Die Vorstellungen der Grünen und der Union lägen bei vielen Themen „sehr weit auseinander“, meint die frühere Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt. Sie zeigt sich skeptisch in Hinblick auf Sondierungsgespräche.

Die frühere Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt.
Die frühere Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt.Foto: Thilo Rückeis.

Wenige Tage vor dem Sondierungsgespräch mit der Union hat sich die frühere Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt kritisch zur Möglichkeit einer schwarz-grünen Koalition im Bund geäußert. „Meine Skepsis bezieht sich auf die unterschiedlichen Programme zwischen CDU, CSU und Grünen“, sagte Göring-Eckardt dem Tagesspiegel. Beim Klimaschutz, bei der Energiewende, bei der Integrations- und Flüchtlingspolitik oder bei der Sozialen Frage „gehen unsere Vorstellungen doch sehr weit auseinander“, meinte sie. Es sei aber zwischen demokratischen Parteien „selbstverständlich“, dass die Grünen das Gesprächsangebot der Union annehmen. „Es geht um Sondierungsgespräche und nicht um Koalitionsmodelle“, fügte sie hinzu.

Göring-Eckardt kandidiert am Dienstag um einen von zwei Posten als Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion. Sie habe nicht weniger Schuld am enttäuschenden Abschneiden ihrer Partei bei der Bundestagswahl als ihr Co-Spitzenkandidat Jürgen Trittin, sagte sie: „Aber ich ziehe andere Konsequenzen.“ Sie habe sich entschieden, „weiterhin Verantwortung übernehmen zu wollen und die Veränderungen, die jetzt anstehen, mit zu gestalten“. Trittin hatte sein Amt als Fraktionschef zur Verfügung gestellt. (Tsp)

Das Interview in voller Länge lesen Sie morgen im gedruckten Tagesspiegel.

 

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