Sorge vor Engpässen : Gesundheitsminister: Genug Impfstoff für alle Impfwilligen

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) versucht Impfwillige zu beruhigen. „Alle diejenigen, die auch wie im letzten Jahr sich wieder impfen lassen wollen, können sich darauf verlassen, dass der Impfstoff zur Verfügung steht“, sagte Bahr nun.

Trotz des Rückrufs sinnvoll: die Grippeschutzimpfung.
Trotz des Rückrufs sinnvoll: die Grippeschutzimpfung.Foto: dapd

Nach dem Rückruf zweier Grippeimpfstoffe ist Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr Befürchtungen entgegengetreten, dass in diesem Jahr nicht alle geimpft werden können, die dies wollen. „Alle diejenigen, die auch wie im letzten Jahr sich wieder impfen lassen wollen, können sich darauf verlassen, dass der Impfstoff zur Verfügung steht“, sagte er Samstagabend in der ARD. Im vergangenen Jahr seien 15 Millionen Impfstoff-Dosen benötigt worden,
für dieses Jahr stünden bereits 14 Millionen zur Verfügung.

Engpässe in einigen Bundesländern seien lediglich ein logistisches Problem. Dieses müssten die Krankenkassen lösen, die die Verträge mit den Pharmaunternehmen ausgehandelt hätten, sagte Bahr.

Zwei Grippeimpfstoffe des Schweizer Konzerns Novartis - Begripal und Fluad - waren zurückgerufen worden, weil in Italien Ausflockungen gefunden worden waren. Gesundheitliche Nebenwirkungen sind nach Angaben des zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) aber nicht bekanntgeworden.

Das Institut hatte nach Ministeriumsangaben 620 000 Dosen von Grippeimpfstoffen anderer Hersteller freigegeben, mit denen die vom Markt genommene Menge von 750 000 Novartis-Dosen zum großen Teil wieder ausgeglichen werden konnte. (dpa)

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