Soziales : SPD prüft Rente mit 67

Für die SPD ist ein Ausstieg aus der Rente mit 67 nicht ausgeschlossen. Grundvoraussetzung für die Reform sei ein aufnahmefähiger Arbeitsmarkt für ältere Menschen, sagte die SPD-Linke Andrea Nahles.

Hannover - Die von der großen Koalition vereinbarte Ausstiegsklausel sei ernst gemeint, sagte die designierte stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Andrea Nahles der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse". Die EU-Staaten hätten sich darauf verständigt, die Beschäftigungsquote der 55- bis 64-Jährigen auf 50 Prozent anzuheben, sagte Nahles. "Mein Ziel ist es, dass wir diese Hürde überspringen, damit die Revisionsklausel gar nicht zum Zuge kommen muss", sagte sie.

Nahles für individuelle Lösungen

Zudem könne man die Rente ab 67 nicht für alle Menschen als Konfektionsware anbieten, sagte Nahles. Es brauche vielmehr maßgeschneiderte Lösungen für einzelne Erwerbsbiographien. Es gehe dabei nicht nur um einzelne Berufsgruppen wie Dachdecker, sondern zum Beispiel auch um Lehrer, die am Burn-Out-Syndrom leiden.

Die SPD arbeite an gesetzlichen Maßnahmen, sagte Nahles. Noch in diesem Jahr werde es konkrete Vorschläge geben. "Es gibt zwei Baustellen: Eine Neuordnung der Altersteilzeit und ein verbesserter Zugang zur Erwerbsminderungsrente", sagte sie. (tso/ddp)

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