Politik : Späte Aufarbeitung

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Die Entscheidung kam spät, und doch war sie ein Meilenstein der deutschen Vergangenheitsbewältigung: Im Jahr 2000 errichtete der Bundestag die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ , die Geld an frühere NS-Zwangsarbeiter zahlen sollte – von „Entschädigung“ und „Wiedergutmachung“ kann man in diesem Zusammenhang kaum sprechen. Für die Stiftung stellten die Bundesregierung und die deutsche Wirtschaft jeweils fünf Milliarden Mark zur Verfügung. Inzwischen haben 1,66 Millionen Opfer des Nationalsozialismus Geld aus Deutschland erhalten. Im Juni soll in einer Feierstunde beim Bundespräsidenten offiziell das Ende der Auszahlungen verkündet werden. vs

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