Politik : Spätes Glück – Deutschland so gut wie weiter

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Dortmund - Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat bei der Weltmeisterschaft einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale gemacht. Gegen am Ende nur noch zehn Polen setzte sich das Team von Bundestrainer Jürgen Klinsmann am Mittwochabend mit 1:0 (0:0) durch und feierte damit in ihrem zweiten Gruppenspiel den zweiten Sieg. Vor 65 000 Zuschauern im ausverkauften Dortmunder WM-Stadion erzielte Oliver Neuville in der ersten Minute der Nachspielzeit das Siegtor für Deutschland.

Vor dem Spiel kam es in Dortmund zu den ersten größeren Ausschreitungen während der WM. Deutsche Fans bewarfen Polizisten mit Flaschen, Bierdosen und Feuerwerkskörpern. Sie stießen Tische und Stühle von Gaststätten um und schmissen sie auf die Beamten. Die Polizei nahm 200 deutsche Fans in Gewahrsam. Vor den Ausschreitungen hatten die Sicherheitskräfte etwa 70 Anhänger der polnischen Mannschaft in Gewahrsam genommen, um sie an Straftaten zu hindern.

Das zweite WM-Spiel der deutschen Fußball-Elf hat in Berlin einen Rekordansturm auf die Fanmeile zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule ausgelöst. Polizei und Senat sprachen am Mittwochabend von über 500 000 Besuchern.

Spanien startete unterdessen mit einem glänzenden 4:0-Sieg über die Ukraine in die WM. Tunesien und Saudi-Arabien trennten sich 2:2.

Der kroatische Fan, der während der WM-Partie Kroatien gegen Brasilien am Dienstag in Berlin aufs Spielfeld lief, ist wegen Körperverletzung und Hausfriedensbruchs zu einer Geldstrafe von 140 Euro verurteilt worden. Auch in der gestrigen Partie zwischen Tunesien und Saudi-Arabien in München gelang es einem Anhänger der tunesischen Elf, auf den Rasen zu rennen.

www.tagesspiegel.de/wm2006

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