Spanien : Neonazis erstechen 16-Jährigen

Bei Auseinandersetzungen zwischen Rechtsradikalen und linksgerichteten Demonstranten ist in Madrid ein 16-Jähriger erstochen worden. Acht weitere Menschen wurden bei der Schlägerei in einer U-Bahn-Station der spanischen Hauptstadt verletzt.

MadridDie Polizei nahm den mutmaßlichen Messerstecher fest. Dabei handelte es sich nach Presseberichten um einen 24 Jahre alten Neonazi. Der Berufssoldat hatte den Berichten zufolge mit einem Dolch auf mehrere junge Leute eingestochen, die an einer Kundgebung gegen Rechtsradikalismus teilnehmen wollten.

Die rechtsradikale Organisation "Nationale Demokratie" hatte für Sonntag in Madrid zu einer Demonstration gegen die Zuwanderung von Ausländern aufgerufen. Linke Gruppierungen organisierten eine Gegenkundgebung. Die Bewegung gegen Intoleranz wies darauf hin, dass Rechtsradikale in Spanien immer häufiger ausländerfeindliche Kundgebungen abhielten. Sie forderte die Regierung auf, solche Demonstrationen zu verbieten. "Kundgebungen, auf denen Hass gepredigt wird, sind nach dem Strafgesetzbuch illegal", sagte der Präsident der Bewegung, Esteban Ibarra. (mit dpa)

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