Politik : Spanien

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Auch mehr als zwei Jahre nach Abschaffung des Militärwehrdienstes in Spanien ist die neue Berufsarmee nur bedingt einsatzbereit. Das Image des „Mili“ ist bei der Jugend derart schlecht, dass die geplante Sollstärke von gut 100 000 Soldaten in weiter Ferne liegt. Selbst die abgespeckte Truppenstärke von 80 000 Männern und Frauen, die als Minimum angestrebt wird, kann nur mit Mühe gehalten werden. Der Sold liegt niedriger als zivile Einkommen. Und das mit der Perspektive, bei zunehmend gefährlichen Auslandseinsätzen sein Leben riskieren zu müssen. „No, gracias“, sagen da die meisten jungen Leute, für die das spanische Militär ohnehin noch mit seiner Unterdrückerrolle in der Diktatur unter General Franco belastet ist. Große Werbekampagnen sollen nun den Nachwuchs des Militärs sichern: Einwanderer aus Lateinamerika bekommen den begehrten spanischen Pass in Aussicht gestellt, wenn sie sich zum Dienst mit der Waffe verpflichten.ze

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