Politik : Sparen und draufzahlen

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Ab 2004 sollen die Versicherten jährlich mehr aus eigener Tasche zahlen, im Gegenzug soll der DurchschnittsBeitragssatz schrittweise von 14,3 auf 13 Prozent sinken. 2005 verschwindet der Zahnersatz aus dem Katalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Der Versicherte muss entweder eine Zusatzversicherung bei AOK, Barmer & Co. oder bei den Privaten abschließen. In der GKV kostet ihn das rund 0,35 Prozent seines Bruttoeinkommen (bei einem Einkommen von 2000 Euro wären das rund sieben Euro im Monat). Bei den Privaten soll es eine Einheitsprämie geben. Noch ist aber unklar, wie hoch die ausfällt (voraussichtlich höher als 7,50 Euro). Ab 2007 müssen die Versicherten dann noch 0,5 Prozent ihres Monatseinkommens fürs Krankengeld abtreten (etwa zehn Euro bei 2000 Euro Einkommen). Für den ersten Besuch eines Arztes werden zehn Euro fällig. Für den Rest des Quartals sind weitere Arztbesuche und -wechsel mit Überweisung kostenfrei. Im Krankenhaus werden pro Tag zehn Euro fällig, für maximal 28 Tage. Für Arzneien sollen Patienten weitere zehn Prozent zuzahlen – mindestens fünf, maximal zehn Euro, allerdings nur bis zu zwei Prozent des Einkommens (chronisch Kranke: ein Prozent). Unterm Strich zahlen Arbeitnehmer also möglicherweise mehr als sie durch sinkende Beiträge sparen. Und wer häufig krank ist, für den wird es noch teurer. ce

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