SPD : Clement will sein Parteibuch behalten

Ex-Wirtschaftsminister Wolfgang Clement legt im parteiinternen Streit um die Energiepolitik nach und kritisiert erneut die hessische SPD-Spitzenkandidatin Ypsilanti. Doch für einen Parteiaustritt reicht das nicht - zumindest aus seiner Sicht.

Wolfgang Clement
Bleibt stur: Clement gibt im Streit um seine Aussagen nicht klein bei. -Foto: ddp

Berlin Clement will sein Parteibuch behalten, sagte er in der ARD-Sendung "Hart aber fair". " Es entscheidet ja nicht irgendjemand über einen Ausschluss aus der Sozialdemokratie. Das entscheide ich oder ein Ausschlussverfahren, dem ich mich sehr gerne stelle", betonte der frühere SPD-Vize.

Clement kündigte seinen Parteiaustritt für den Fall an, dass es im Bund oder in seinem Heimatland Nordrhein-Westfalen ein Regierungsbündnis zwischen der SPD und der Partei Die Linke geben sollte: "Dann wäre für mich die Grenze erreicht." Clement erneuerte seine Kritik an der hessischen SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti. Er würde sie nicht wählen, weil es "unüberbrückbare Gegensätze" in der Energiepolitik gebe.

Nach Angaben des "Stern" ist der frühere SPD-Minister auch mit CDU-Politikern geschäftlich eng verbunden. Clement sei seit kurzem Beiratsvorsitzender der Berliner PKS Wirtschafts- und Politikberatungsgesellschaft, die den früheren CDU- Bundestagsabgeordneten Friedhelm Ost und Rolf Bietmann gehöre, berichtete das Magazin. Dritter Gesellschafter sei Clements früherer Staatssekretär Georg Wilhelm Adamowitsch. Die Firma werbe etwa bei Versorgungsunternehmen mit Clements Namen und dem Angebot "politischer Hilfestellung". Geschäftsführer des Unternehmens seien zwei aktive CDU-Politiker. (ho/dpa)

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