SPD-Debakel : Wulff ruft SPD zum Kampf gegen Linke auf

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff hat von der SPD eine Strategie gegen das Erstarken der Linkspartei gefordert. Es dürfe keine starke Partei links von den Sozialdemokraten geben.

Köln/HannoverDie SPD müsse dafür sorgen, dass sie eine starke Volkspartei bleibe, sagte der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende am Sonntag im "Interview der Woche" des Deutschlandsfunks. So wie die CDU immer dafür gesorgt habe, dass rechts von ihr keine Partei entstanden sei, müssten die Sozialdemokraten nach links integrieren.

Der Linkspartei warf  der Christdemokrat Wulff vor, eine andere Republik anzustreben. Die CDU werde daher eine kämpferische, inhaltliche Auseinandersetzung betreiben müssen. Grundsätzlich positiv äußerte sich Wulff zur Möglichkeit schwarz-grüner Koalitionen auf Landesebene. So ein Bündnis sei allemal ein Modell, das man ausprobieren müsse. Auf Bundesebene sprach sich Wulff jedoch für eine Koalition aus CDU/CSU und FDP aus. Er wolle seinen Beitrag dazu leisten, um nach der Bundestagswahl 2009 eine bürgerliche Regierung in Deutschland bilden zu können.

Mit Blick auf die Energiepolitik betonte der Politiker die Notwendigkeit von Kernenergie und Kohlekraft. Durch Wind, Wasser und Biomasse allein mache man sich vom Ausland abhängig, warnte er. Unter solchen Bedingungen werde Strom nicht mehr preisgünstig und versorgungssicher zu haben sein. Der CDU-Vize forderte die große Koalition in Berlin auf, ein entsprechendes Energiekonzept für die Zukunft zu erarbeiten. (cp/ddp)

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