Politik : SPD-Frauen für Nahles

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Berlin In der SPD wächst der Druck auf Partei-Vize Heidemarie Wieczorek-Zeul, den Personalkonflikt durch einen freiwilligen Verzicht auf ihr SPD-Führungsamt zu entschärfen. „Heidi Wieczorek- Zeul ist weiterhin Kabinettsmitglied. Sie sollte den Vize-Posten aufgeben, um Andrea Nahles Platz zu machen“, sagte der Sprecher des rechten „Seeheimer Kreises“, Klaas Hübner, am Freitag dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Dies sei auch mit Blick auf die angestrebte Verjüngung der Parteispitze wünschenswert.

Mit Aufmerksamkeit wurde in der SPD registriert, dass sich die Parteilinke Wieczorek-Zeul offen hinter Nahles’ Anspruch stellte. Die 35-Jährige wäre aus Sicht der Entwicklungsministerin eine „gute Generalsekretärin“. Die 62-Jährige hat angekündigt, sich in Karlsruhe auf jeden Fall erneut zur Wahl zu stellen. In der SPD wird aber mit einer Gegenkandidatur um ihren Posten gerechnet, falls Nahles tatsächlich gegen Wasserhövel antreten sollte.

Nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) darf es in der Personalentscheidung „keinen krummen Deal zu Lasten von Frauen“ geben. Die Arbeitsgemeinschaft stehe fest hinter den Kandidaturen von Wieczorek-Zeul und Ute Vogt als SPD-Vize sowie der Bewerbung von Nahles als Generalsekretärin und Inge Wettig-Danielmeier als Schatzmeisterin, sagte die ASF-Vorsitzende Elke Ferner. Nach Ansicht des rechten „Seeheimer Kreises“ gehört in das Amt des Generalsekretärs nur jemand, dem Müntefering auch vertrauen könne. Dies sei bei Nahles nicht der Fall. „Sie polarisiert als Person“, sagte der Bundestags-Abgeordnete Johannes Kahrs dem Sender N24. dpa

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