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SPD : Juso-Chef Vogt kritisiert Verfahren bei Kanzlerkandidatenwahl

"Das hätte man eleganter lösen können". Der Vorsitzende der SPD-Nachwuchsorganisation Jusos, Sascha Vogt, hat die Entscheidungsfindung in der SPD bei der Suche nach einem Kanzlerkandidaten kritisiert. 

"Das Prozedere der Kandidatenkür ist schon etwas ärgerlich. Am Montag hieß es noch, dass nichts entschieden sei und man eine Entscheidung frühestens Ende des Jahres fällen werde, und jetzt ist über Nacht alles anders. Das hätte man eleganter lösen können", sagte Vogt dem Tagesspiegel.

 Vogt reagierte verhalten auf die Wahl Steinbrücks. "Es wäre verlogen zu behaupten, dass es eine große Liebe zwischen den Jusos und Peer Steinbrück gebe. Aber jetzt kommt es darauf an, gemeinsam mit einem guten Programm in den Wahlkampf zu ziehen", sagte der Juso-Chef. Er forderte von Steinbrück eine linke Haltung. "Wir wollen einen Wahlkampf mit einer klaren Profilierung als linke Volkspartei führen, und das muss sich auch im Auftreten des Kandidaten widerspiegeln." Gleichzeitig erwartet Vogt eine Entscheidung in der Rentenfrage, die Steinbrück mittragen müsse. "Wir bleiben bei unserer Forderung, das Rentenniveau nicht auf 43 Prozent abzusenken. Die Partei muss sich in der Rentenfrage entscheiden, und diese Entscheidung muss Peer Steinbrück dann auch so oder so mittragen. In den Modus der Basta-Politik dürfen wir auf keinen Fall zurückfallen." (Tsp)

 

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