SPD-Kandidatur : Struck verzichtet - Gabriel soll in Parteivorstand

Peter Struck will künftig nicht mehr dem Parteivorstand der SPD angehören. Statt ihm soll Sigmar Gabriel kandidieren. In der nächsten Woche fällt die Entscheidung, die Gabriel enger in die Parteiführung einbinden soll.

BerlinDer SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Struck wird auf dem Hamburger SPD-Parteitag in der kommenden Woche nicht mehr für den Parteivorstand kandidieren. Der 64-Jährige will damit den Weg für Bundesumweltminister Sigmar Gabriel in die engere Parteiführung frei machen. "Als Fraktionsvorsitzender bin ich ohnehin kooptiertes Mitglied in allen Gremien. Durch einen Verzicht auf die gewählte Mitgliedschaft kann ich die Präsenz meines niedersächsischen Landesverbandes im Vorstand stärken", sagte Struck.

Peter Struck, der am 9. Oktober mit 93 Prozent als Fraktionschef bis 2009 bestätigt wurde, war erstmals 2005 in den 45 Mitglieder zählenden SPD-Vorstand gewählt worden. Dieser wird am kommenden Freitag in Hamburg neu bestimmt. Aus Niedersachsen bewerben sich der Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Wolfgang Jüttner, der SPD-Landesvorsitzende Garrelt Duin und die frühere Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn erneut für einen Beisitzerposten im Vorstand. Aus dem Landesverband kommt auch SPD-Generalsekretär Hubertus Heil. Wegen der starken Vertretung Niedersachsens wäre bei einer Kandidatur von Struck und Gabriel der Platz eines der bisherigen Amtsinhaber gefährdet gewesen. (mit dpa)

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