SPD-Kanzlerkandidat : Martin Schulz will mehr Geld für die Bundeswehr ausgeben

Die Bundeswehr braucht mehr Geld, sagt Martin Schulz. Zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts sind dem SPD-Kanzlerkandidaten dennoch zuviel.

Der SPD-Vorsitzende und Kanzlerkandidat Martin Schulz.
Der SPD-Vorsitzende und Kanzlerkandidat Martin Schulz.Foto: dpa/ Bernd Wüstneck

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will mehr Geld in die Bundeswehr stecken. „Dass wir wieder mehr Geld zur Verfügung stellen müssen, ist völlig klar“, sagte Schulz am Mittwoch in Berlin. Die Ausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen, wie die Nato es möchte, sei aber mit ihm und der SPD nicht zu machen.

Es sei „absolut unakzeptabel“, dass Soldaten ihre Aufgaben teilweise unter extrem schwierigen Bedingungen erfüllen müssten und zugleich im Zuge der Affäre um den rechtsextremen Soldaten Franco A. unter Generalverdacht gestellt würden. Schulz hatte sich zuvor mit Vertretern des Bundeswehrverbandes getroffen.

Die Bereitschaft von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), Verantwortung zu übernehmen, sei „nicht sehr ausgeprägt“, kritisierte Schulz. Die Inspektionen von Kasernen, bei denen nach Wehrmachtsandenken gesucht werde, gingen am Problem vorbei. „Es geht nicht um Liederbücher“, sagte er. Es gehe darum, den Verlust von Vertrauen in die Bundeswehr zu stoppen. (dpa)

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