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SPD-Kanzlerkandidat : Schlechte Umfragewerte für Peer Steinbrück

05.04.2013 09:16 Uhr
Der ungeliebte Kanzlerkandidat: Peer Steinbrücks Umfragewerte werden immer schlechter.Bild vergrößern
Der ungeliebte Kanzlerkandidat: Peer Steinbrücks Umfragewerte werden immer schlechter. - Foto: dpa

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück ist im jüngsten ARD-Deutschlandtrend weiter zurückgefallen. Jetzt hat er sich mit Äußerungen über getrennten Schulunterricht schon wieder unbeliebt gemacht.

Im Direktvergleich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel würden ihn nach der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage 25 Prozent der Befragten wählen, das ist ein Prozentpunkt weniger als im Vormonat. Die CDU-Vorsitzende Merkel kommt dagegen auf einen Wert von 60 Prozent (plus zwei). Einen so großen Abstand zwischen den beiden Politikern gab es im Deutschlandtrend noch nie. Zugleich hat Steinbrück die niedrigste Zustimmungsrate für seine Arbeit seit Mai 2005. Nur noch 32 Prozent (minus vier) der Befragten sind mit seiner Arbeit zufrieden. Lediglich 37 Prozent (minus acht) meinen, die nächste Regierung sollte von der SPD geführt werden.

Merkels Arbeit stößt unverändert bei 68 Prozent der Befragten auf Zustimmung.

Die Kanzlerin bleibt auch an der Spitze der beliebtesten Politiker. Schlusslicht ist weiter FDP-Chef Philipp Rösler, der um fünf Punkte auf nur noch 18 Prozent Zustimmung absackt.

Wenig verändert hat sich in der vom Meinungsforschungsinstitut Infratest Dimap Anfang April bei 1502 Wahlberechtigten erhobene Umfrage an der Stärke der Parteien, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Danach legt die Union zwei Punkte auf 41 Prozent zu, die FDP verharrt bei vier Prozent. Die SPD und die Grünen verlieren je einen Punkt und landen bei 27 und 14 Prozent. Die Linkspartei liegt weiter bei acht, die Piratenpartei sowie die sonstigen Parteien kommen jeweils auf drei Prozent.

Der SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück steht jetzt erneut in der Kritik. Wie die „Bild"-Zeitung am Freitag berichtet, sprach sich Steinbrück bei einer Veranstaltung am Mittwochabend in Berlin für getrennten Sportunterricht von muslimischen Mädchen und Jungen aus. „Wenn die Schulen es einrichten können, sollten sie da Rücksicht auf die religiösen Gefühle nehmen und getrennten Sportunterricht anbieten“, zitierte die Zeitung den SPD-Politiker.
Steinbrück habe auf die Frage eines Schülers geantwortet, wie weit Toleranz gehen solle. Der junge habe von einem muslimischen Vater erzählt, der sich gegen gemeinsamen Sportunterricht seiner Tochter mit Jungen gewehrt hatte. Steinbrück habe daraufhin eingeräumt, dass dies „ein schwieriges Thema“ sei, zu dem alle „eine andere Meinung“ hätten.

Berlins langjährige Ausländerbeauftragten Barbara John (CDU) nannte Steinbrücks Äußerungen rückwärtsgewandt. „Die Diskussion über eine Trennung ist von gestern“, sagte sie der Zeitung. „Kinder und Eltern müssen sich daran gewöhnen, dass die Geschlechter bei uns gemeinsam aufwachsen und gleichberechtigt leben.“ Getrennter Unterricht sei „der falsche Weg“. Der FDP-Innenpolitiker Serkan Tören sprach von einem ganz falschen „Signal für die Integration von Muslimen in Deutschland“. (Reuters/AFP)


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