Politik : SPD-Länder wollen Grundschüler testen Studienkonten beschlossen

-

(dpa). Die sieben SPDgeführten Bundesländer wollen künftig gemeinsam jeweils zu Beginn der vierten Grundschulklasse die Kenntnisse aller Schüler in Deutsch und Mathematik testen lassen. Dazu haben die SPD-Bildungsminister am Wochenende bei einem Treffen in Berlin einen Vertrag unterzeichnet. Das Projekt ist eine Reaktion auf das miserable deutsche Abschneiden beim weltweiten Pisa-Schultest. Die unionsgeführten Länder planen eigene Maßnahmen. Für die Vergleichsarbeiten wird den Schulen des jeweiligen Landes jeweils die Hälfte der Aufgaben zentral vorgegeben. Die andere Hälfte soll sich die Schule aus einem vorgegebenen Aufgabenpool im Internet aussuchen. Ein erster Probelauf im Fach Mathematik findet in Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein bereits am 20. November statt.

Die SPD-Bildungsminister und -Fraktionssprecher aus Bund und Länder bekräftigten auch ihre Ablehnung von Studiengebühren bis zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss. In allen SPD-geführten Ländern sollen dazu jetzt allerdings so genannte Studienkonten eingeführt werden. Bei Überschreitung einer bestimmten Anzahl von gebührenfreien Semestern müssen die Studenten Gebühren entrichten. Studieren sie zügiger als vorgegeben, haben sie für spätere Weiterbildung noch einen Bonus zur Verfügung.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben