SPD-Minister treten ab : Abschied von der Macht

Abschied von der großen Koalition: Am Dienstag erhielten die bisherigen Minister der SPD ihre Entlassungsurkunden. Ein Überblick:

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Foto: dpaddp

Berlin - Abschied von der großen Koalition: Am Dienstag erhielten die bisherigen Minister der SPD ihre Entlassungsurkunden. Ein Überblick:

Frank-Walter Steinmeier: Der bisherige Außenminister und Vizekanzler wurde direkt nach der Bundestagswahl zum SPD- Fraktionschef gewählt. Der gescheiterte 52-jährige Kanzlerkandidat führt nun die Opposition. Die Zahl der Abgeordneten schrumpfte von 222 auf 146.

Peer Steinbrück: Als einfacher Abgeordneter wird der bisherige Bundesfinanzminister künftig dem Parlament angehören. Er wollte keinen Posten in der Fraktionsführung und auch sein Amt als Parteivize gibt Steinbrück ab.

Sigmar Gabriel: Auf den bisherigen Bundesumweltminister wartet viel Arbeit: Er soll als neuer SPD-Chef den Niedergang der Partei aufhalten und eine Wende zum Besseren einleiten. Der 50-Jährige tritt Mitte November die Nachfolge von Franz Müntefering an. Im Bundestag gehört der Niedersachse zu den wenigen SPD-Abgeordneten mit Direktmandat.

Ulla Schmidt: Die bisherige Bundesgesundheitsministerin zog über die nordrhein-westfälische Landesliste in den Bundestag ein; ihr Direktmandat im Wahlkreis Aachen konnte sie nicht verteidigen. Die 60-Jährige war knapp neun Jahre lang im Amt.

Olaf Scholz: Der 51-Jährige war nur zwei Jahre lang Arbeitsminister. Künftig wird der Jurist in der SPD-Bundestagsfraktion für Innen- und Rechtspolitik zuständig sein. Der Hamburger rüstet sich für neue Aufgaben: SPD-Fraktionsvize ist er bereits, Mitte November kommt ein Stellvertreterposten in der Partei dazu. Mit dem SPD-Vorsitz in Hamburg, den Scholz demnächst übernehmen will und soll, wartet ein weiteres Amt.

Brigitte Zypries: Die Juristin konnte ihr Direktmandat in ihrem Wahlkreis in Darmstadt mit einem hauchdünnen Vorsprung verteidigen. Die 55-Jährige wird sich nach sieben Jahren als Ministerin auch im Bundestag auf ihrem Fachgebiet betätigen: Sie ist die neue Justiziarin der SPD-Bundestagsfraktion.

Heidemarie Wieczorek-Zeul: Die 66-Jährige war elf Jahre lang Ministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Seit 1987 sitzt die gebürtige Hessin im Bundestag. Im September verlor sie ihr Direktmandat im Wahlkreis Wiesbaden und zog über die Landesliste ein. Sie will nun in den Auswärtigen Ausschuss.

Wolfgang Tiefensee: Der bisherige Verkehrsminister und Beauftragte für die neuen Bundesländer kam über die Landesliste wieder in den Bundestag. Der ehemalige Leipziger Oberbürgermeister hatte in seinem Wahlkreis bittere Verluste hinnehmen müssen. Neben seiner Tätigkeit als Abgeordneter will sich der 54-Jährige künftig wieder mehr in seiner sächsischen Heimat engagieren. AFP

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