SPD : Müntefering: Clement ist wie Lafontaine

SPD-Chef Franz Müntefering ist nach wie vor "tief enttäuscht“ vom ehemaligen Bundeswirtschafts- und Sozialminister Wolfgang Clement. Müntefering vergleicht Clement mit dem Linke-Chef und früherem SPD-Kanzlerkandidaten Oskar Lafontaine.

Hamburg - SPD-Chef Franz Müntefering hat seine Enttäuschung über das Verhalten seines ehemaligen Parteigenossen Wolfgang Clement mit jener über Oskar Lafontaine verglichen. Von Clement sei er ebenso „persönlich tief enttäuscht“ wie von Lafontaine, sagte Müntefering in der ARD-Sendung „Beckmann“, die am heutigen Montag ausgestrahlt wird. „Die Lafontaines und die anderen“ seien „keine Leute, die eine neue verantwortliche Politik aufbauen wollen“, sagte Müntefering. Mit Blick auf Äußerungen von Clement, mit denen dieser eine neue sozialliberale Partei ins Spiel gebracht hatte, gab sich Müntefering entspannt. „Das lässt mich nicht gleichgültig, aber ich sehe die Gefahr nicht“, sagte Müntefering. „Das, was er zuletzt gesagt hat, zeigt, dass eine Partei, die aus mehr Personen besteht als ihm, von Anfang an hoch gefährdet ist.“ Dann müsse Clement auf andere Rücksicht nehmen, „und das will er offensichtlich nicht.“ Der ehemalige Bundeswirtschafts- und Sozialminister und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Clement war vor kurzem aus der SPD ausgetreten, obwohl ein Parteiausschlussverfahren gegen ihn gescheitert war. Auslöser für das Verfahren war sein Verhalten im hessischen Landtagswahlkampf, als er indirekt von der Wahl der SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti abgeraten hatte. Auch der heutige Vorsitzende der Linkspartei, Oskar Lafontaine, hatte die SPD im Streit verlassen. AFP

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