SPD-Präsidium : Pleite für Gabriel

Sigmar Gabriel ist überraschend nicht ins SPD-Präsidium gewählt worden. Der Bundesumweltminister erhielt nach Angaben aus Parteikreisen im Parteivorstand nicht genügend Stimmen.

Sigmar Gabriel
Sigmar Gabriel droht neuer Ärger. -Foto: dpa

Berlin Gabriel gilt als Hoffnungsträger der Sozialdemokraten, ist aber in der Partei nicht unumstritten. Der SPD-Politiker war von 1999 bis 2003 Ministerpräsident des Landes Niedersachsen. Seit November 2005 ist er Bundesumweltminister.

Die baden-württembergische SPD-Vorsitzende Ute Vogt wurde unterdessen als Beisitzerin ins Präsidium gewählt. Das bestätigte ein Parteisprecher der Südwest-SPD in Stuttgart. Vogts Einzug ins Präsidium war lange offen, nachdem sie ihren Rückzug vom Fraktionsvorsitz im Stuttgarter Landtag für Anfang kommenden Jahres angekündigt hatte. Beim Bundesparteitag in Hamburg vor gut einer Woche hatte Vogt ihre Position als Stellvertreterin von SPD-Chef Kurt Beck zwar abgegeben, war aber erneut in den Bundesvorstand der Partei gewählt worden.

Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck wird im Anschluss an die Sitzung auf einer Pressekonferenz die Namen der weiteren Beisitzer bekannt geben. Bisher bestand das Präsidium aus 13 Mitgliedern. Der 45-köpfige Parteivorstand kann jedoch über eine Vergrößerung der Beisitzerzahl selbst entscheiden. Automatisch gehören dem SPD-Präsidium laut Satzung SPD-Chef Beck, seine drei Stellvertreter Andrea Nahles, Peer Steinbrück und Frank-Walter Steinmeier sowie Generalsekretär Hubertus Heil und Schatzmeisterin Barbara Hendricks an. (mit ddp/dpa)

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