Politik : SPD profitiert vom Fußball

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Für die Juli-Ausgabe des Deutschland- Trends im Auftrag von ARD/Bericht aus Berlin und Tagesspiegel hat Infratest dimap vom 1. bis 3. Juli 1300 Bürger befragt.

Dank des Erfolgs der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea hat sich die Stimmung deutlich aufgehellt. 34 Prozent der Deutschen beurteilen die allgemeinen Verhältnisse zuversichtlich. Das ist ein Plus von acht Punkten. Davon kann die SPD am meisten profitieren. Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, könnte die SPD mit 36 Prozent (plus zwei) rechnen, die CDU mit 40 Prozent (plus eins). Dagegen verlören Bündnis 90/Die Grünen zwei Prozent und kämen auf sechs Prozent, die FDP verlöre ein Prozent und liegt nun bei neun Prozent. Die PDS könnte ihren Stimmenanteil von sechs Prozent dagegenhalten.

Knapp die Hälfte der Bürger spricht sich für einen Machtwechsel aus (48 Prozent) und sind für eine CDU-geführte Bundesregierung, während 43 Prozent eine SPD-geführte Regierung weiterhin bevorzugen. Allerdings liegt eine rot-grüne Koalition mit 18 Prozent Zustimmung nur noch auf dem dritten Platz. Die höchste Zustimmung bekäme mit 27 Prozent eine Koalition aus Union und FDP. Eine große Koalition halten 19 Prozent für eine wünschenswerte Lösung.

Drei Viertel der Bundesbürger sind mit den Leistungen der Bundesregierung unzufrieden. Die Hälfte von ihnen traut aber der Opposition auch nicht mehr zu. Allerdings ist eine Mehrheit der Ansicht, Reformen würden eher von der Union angepackt. Der Regierung Schröder wird vorgeworfen, die nötigen Reformen für den Arbeitsmarkt und im Gesundheitswesen nicht eingeleitet zu haben. Im direkten Vergleich zwischen dem Kanzler und dem Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber hat der CSU-Politiker aufgeholt. Gäbe es eine Direktwahl des Kanzlers würden 49 Prozent für Schröder und 42 Prozent für Stoiber stimmen. Damit hat sich der Abstand zwischen den beiden innerhalb eines Monats um sieben Prozent verringert. Stoiber bekommt vor allem bei der Wirtschaftskompetenz und der Zuwanderungspolitik gute Noten. Dagegen liegt Schröder nach wie vor bei der Außendarstellung undeutlich vorn. Tsp

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