Politik : SPD schweigt nach Treffen mit Schwan

Berlin - Nach dem Treffen der SPD-Spitze mit der Universitätspräsidentin der Viadrina Gesine Schwan hüllen sich die Beteiligten in Schweigen. Schwan war 2004 rot-grüne Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin, unterlag aber knapp dem jetzigen Amtsinhaber Horst Köhler. SPD-Generalsekretär Hubertus Heil, der das Treffen bestätigt hat, verwies auf bisherige Aussagen der SPD, sich in der Kandidatenfrage erst dann festzulegen, wenn sich Köhler zu einer möglichen zweiten Amtszeit geäußert hat. Im Mittelpunkt des Gesprächs der engsten Parteiführung hätten die Vorbereitungen des SPD-Zukunftskonvents am 31. Mai gestanden. Schwan wollte sich ebenfalls nicht zu dem Treffen oder einer möglichen Kandidatur äußern.

Union und FDP drängten den SPD-Vorsitzenden Kurt Beck seit einiger Zeit, sich für eine Wahl Köhlers im Mai 2009 auszusprechen. In den vergangenen Tagen hatten einige SPD-Politiker eine erneute Kandidatur der Hochschulpräsidentin ins Gespräch gebracht. Einem Bericht der „Bild“-Zeitung vom Montag zufolge hat Schwan intern bereits signalisiert, dass sie gegebenenfalls zur Verfügung stehe. An dem Treffen mit ihr in Potsdam nahmen Beck, Heil und die drei stellvertretenden Parteichefs Frank-Walter Steinmeier, Peer Steinbrück und Andrea Nahles sowie Schatzmeisterin Barbara Hendricks und Fraktionschef Peter Struck teil. Neben Schwan waren noch der frühere SPD-Chef Hans-Jochen Vogel und der langjährige SPD-Vordenker Erhard Eppler dabei. dpa

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