SPD : Sehnsucht nach Schröder

Angesichts der anhaltend schlechten Umfragewerte für SPD-Chef Kurt Beck gibt es in der SPD erste Stimmen für ein Comeback von Altkanzler Gerhard Schröder.

Gerhard Schröder
Gerhard Schröder. -Foto: ddp

BerlinAngesichts der anhaltend schlechten Umfragewerte für SPD-Chef Kurt Beck gibt es in der SPD erste Stimmen für ein Comeback von Altkanzler Gerhard Schröder. "Er strahlte so eine Leichtigkeit aus, bei ihm ging alles spielerisch. Wenn er noch da wäre, wäre alles besser", sagte der niedersächsische SPD-Landtagsabgeordnete Walter Meinhold der Zeitung "B.Z. am Sonntag".

In den Landtagswahlkämpfen in Niedersachsen, Bayern und Hessen im kommenden Jahr soll Schröder, der sich nach seiner Abwahl 2005 aus der Politik zurückgezogen hatte, nach Informationen des Blattes eine aktive Rolle spielen.

Skepsis gegenüber Beck

"Schröder gilt als Führungsfigur", sagte der Parteienforscher Nils Diederich der Zeitung. "Die Führungsqualitäten von Kurt Beck beurteilen die Wähler dagegen eher skeptisch."

In der Bundes-SPD will man von einem Polit-Comeback Schröders allerdings nichts wissen. "Schröder war zwar der beste Kanzler, den wir seit langem hatten", sagte der Sprecher der im "Seeheimer Kreis" vereinten SPD-Rechten, Johannes Kahrs. Beck als Parteichef sei aber "klarer Kandidat".

Ein größerer Auftritt Schröders steht offenbar beim SPD-Bundesparteitag Ende Oktober in Hamburg bevor. Nach Informationen der "Bild am Sonntag" soll er dort ein Grußwort sprechen. Beck habe ihn in einem persönlichen Brief dazu eingeladen. (mit ddp)

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