Politik : SPD-Spendenaffäre: Aus der Distanz

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Jeder Satz ist ein Statut. Die Worte sind genau gesetzt. So vermittelt er nicht nur Präzision - er hält zudem auf Distanz. Jürgen Schmude ist wohl auch deswegen gebeten worden, die SPD-Affäre aufzuklären. Und sicher wegen seines Renommees: Er stammt aus der Schule Gustav Heinemanns, einer Ikone der Partei. Seit 1985 ist Schmude Präses der EKD-Synode, 1969 bis 1994 saß er im Bundestag, unter Kanzler Helmut Schmidt war er Minister für Bildung, für Justiz und kurz auch für Inneres. Er hätte Verfassungsrichter werden können. Unbequem, unbeirrbar, eigen, so wird der 65-Jährige beschrieben. Heute ist Moers am Niederrhein seine Heimat, geboren wurde Schmude in Insterburg in Ostpreußen. Preußisch ist er geblieben.

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