Politik : SPD-Spendenskandal: Sahnehäubchen aus der Wirtschaft

Zum Thema Online Spezial: Die SPD-Spendenaffäre Der SPD-Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Bartels hat seine Partei aufgefordert, künftig auf Firmenspenden ganz zu verzichten. "Menschen haben politische Gesinnungen. Unternehmen haben dagegen wirtschaftliche Interessen", sagte Bartels. Ein Geschäftsführer, der Geld der Firma ausgebe, ohne damit dem Interesse des Unternehmens zu dienen, mache sich eigentlich strafbar. Die Interessen-Kollision bei Firmenspenden an die politischen Parteien sei oft programmiert. Zudem brauche die SPD diese Firmenspenden gar nicht. Mehr als die Hälfte des SPD-Budgets (51 Prozent) finanzierten die 730 000 Mitglieder mit ihren Beiträgen. Dann kämen die staatliche Parteienfinanzierung, die Spenden von Mitgliedern und Sympathisanten, die Erträge aus dem Parteivermögen und erst ganz am Ende die Spenden von Firmen und Verbänden. "Diese 1,17 Prozent sind nur das Sahnehäubchen der Parteienfinanzierung. Wir sollten es wegpusten."

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