Politik : SPD-Spitze rückt enger zusammen

Berlin - Nach dem Kompromiss zur Bahnreform zeigt sich SPD-Chef Kurt Beck um ein besseres Verhältnis zu seinen Stellvertretern Frank-Walter Steinmeier und Peer Steinbrück bemüht. Nach den internen Verhandlungen über die Teilprivatisierung der Deutschen Bahn versammelte sich die engere SPD-Führung am späten Sonntagabend im Willy- Brandt-Haus zur Nachbesprechung. Neben Steinmeier und Steinbrück nahmen auch SPD-Vize Andrea Nahles und Fraktionschef Peter Struck teil. Auf Vorschlag von Beck kam die Runde überein, sich künftig häufiger zu treffen und gemeinsam „in Klausur“ zu gehen. Auf diese Weise könnten Probleme frühzeitig untereinander besprochen und gelöst werden, hieß es aus SPD–Kreisen.

Zwischen Beck, Steinmeier und Steinbrück war es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Spannungen gekommen. Beide Stellvertreter gingen nach Becks Kursschwenk im Umgang mit der Linkspartei auf Distanz zu ihrem Vorsitzenden. Vertreter des rechten SPD-Flügels, dem Steinmeier und Steinbrück zugerechnet werden, äußerten zudem Zweifel an Becks Eignung zur Kanzlerkandidatur. In Parteikreisen wurde daraufhin das wechselseitige Misstrauen zwischen Beck und seinen Stellvertretern beklagt, das die Handlungsfähigkeit der Partei zunehmend beeinträchtige. In Teilen der SPD keimt nun die Hoffnung, die Einigung im Streit um die Bahnreform könne zu einem Wendepunkt für die SPD-Führung werden. has

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